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Keltisch-Druidisches Erbe e.V.

Erlebnisberichte

16. August 2016, 

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Es ist heute ein sehr heißer Tag und wir beginnen mit dem Sammeln der Steine für das Labyrinth. Wir sind die Teilnehmer des IBG Workcamp in Todtmoos und wir kommen aus der ganzen Welt. Wir sind aus Spanien, Japan, Russland, Italien und natürlich aus Deutschland, dieses schöne Land, unser Gastgeber. 

Gestern waren wir im Schwarzwald in der Umgebung von Todtmoos unterwegs. Wir wanderten von unserer Unterbringung zum MatriHaus im nahegelegenen Rütte. Die Einwohnerinnen dieses Hauses Christiane, Sandra und Katja begrüßten uns sehr herzlich. Sie erklärten uns den Ursprung und die Bedeutung des Labyrinths in einem perfektem Englisch, das uns sehr überrascht hat ( in unserem Land wird Englisch nicht so gut gesprochen). 

Wir entdeckten, dass das Labyrinth nicht dazu da ist, dass sich die Leute darin verlieren, so wie wir glaubten. Sondern, dass es in einer Weise konstruiert ist, die die Leute hinein und wieder hinaus führt, ohne dass sie über die Richtung nachdenken müssen. Auf eine bestimmte Art unterstützt es den Menschen „sich selbst zu finden“. Das faszinierte uns sehr. Genauso wie das Mittagessen, dass wir danach einnahmen, ein leckerer Käse und eine großartige russische Suppe, obwohl wir immer noch nicht wissen, was genau wir eigentlich gegessen haben. 

(Es handelte sich dabei um eine purpurote Beete Suppe: Anmerkung der MatriHaus-Köchin)

Heute ist der erste Arbeitstag. Wir werden Steine sammeln und schauen, welche Größe paßt und welche nicht. Wünscht uns Glück!

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Chiara aus Italien

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Hi, mein Name ist Tatsuya und ich komme aus Japan. Zuerst dachte ich „was ist denn das?“ als ich das Labyrinth gesehen habe. Denn es war das erste Mal, dass ich ein Labyrinth gesehen habe. Da gab es viele Kristalle und Figuren im Labyrinth. Z.B. kleine Menschen (Zwerge), einen Buddha, Centstücke und vieles mehr. Insbesondere habe ich nicht erwartet Buddha und Centstücke in Deutschland zu sehen. Da wir in Japan  zu Buddha beten, war ich davon sehr berührt.

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Bevor ich nach Todtmoos kam, dachte ich, dass Deutsche nur an Jesus glauben. Ich dachte, dass der Glaube an Buddha eine ganz andere Religion als der Glaube an Jesus ist. Aber beide harmonieren sehr gut im Labyrinth miteinander. Wahrscheinlich kann das Labyrinth dies sehr gut akzeptieren und unterschiedliche Religionen miteinander integrieren. 

Das ist sehr spannend für mich, da es ganz anders war, als ich zunächst dachte. Durch diese Erfahrung beginne ich mich jetzt für andere traditionelle Glauben zu interessieren.